© Osteopathie Radeberg 2012 Gerade bei Kindern und Säuglingen stellt die Osteopathie durch ihre sanften und gezielten Techniken eine sehr effektive und schonende Behandlungsweise ohne Einsatz von Medikamenten dar. Dabei werden wie bei Erwachsenen Funktionsstörungen und Blockaden mit den Händen diagnostiziert und behoben. Die Besonderheit der Osteopathie im pädiatrischen Bereich liegt darin, dass der Osteopath genau auf die verschiedenen Entwicklungsstufen des Kindes eingeht und  die Ausführung der Behandlung an das wachsende, sich entwickelnde Gewebe anpasst.  Die erste Untersuchung Ihres Kindes sollte bereits nach der Geburt erfolgen. Eine verlängerte oder traumatische Geburt, der Einsatz von Saugglocke oder Zange, ein Kaiserschnitt oder eine abnorme Geburtslage können nicht selten zu Komplikationen beim Säugling führen. Dieser leidet dann beispielsweise unter Schädelverformungen, Haltungs- asymmetrien und Schiefhals, Überstreck-Krämpfen, Trinkschwäche, persistierenden frühkindlichen Reflexen oder vegetativen Reiz-zuständen mit übermäßigem Erbrechen oder Schreien. Permanent geballte Fäustchen sind ein weiterer Hinweis auf erhöhte Spannung des Babys (Hypertonus). Jedoch auch ein sehr inaktives, schwaches Kind (Hypotonus, auch “floppy infant”) sollte untersucht und behandelt werden. Oftmals findet der Osteopath auch eine Blockade der Halswirbelgelenke oder des Schultergürtels, welche durch den Druck der Wehenkräfte auf den Kopf und den Körper des Kindes während der Geburt entstanden sind. Durch sanfte Techniken mit den Händen werden diese Blockaden gelöst, die verspannte Hals- und Nackenmuskulatur gelockert und das vegetative Nervensystem entspannt. Osteopathie bei Kindern Hier aufgeführt sind exemplarisch einige Behandlungsindikationen bei: Säuglingen: Geburtstrauma, Haltungsasymmetrien, Koliken, Schiefhals, Schädelverformungen, Tränenkanalstenose, Blähungen, Überstreck-Krämpfen, Stillproblemen, Trinkschwäche Kleinkindern: wiederholte Mittelohrentzündungen, Unruhe, motorische Entwicklungsverzögerungen, Bronchien- und Lungen- erkrankungen, Traumata Kindern: Aufmerksamkeits -und Konzentrationsstörungen, Sprachstörungen, Kopf-, Hals-, Nackenschmerzen, Lernschwächen, Skoliose, Beckenschiefstand Es ist sehr wichtig, solche Blockaden schon frühzeitig zu beheben, um eventuellen langfristigen Folgen wie Haltungs- fehlern, Skoliose (Wirbelsäulenverkrümmung), motorischen Verzögerungen aber auch Konzentrations- und Lernschwächen vorzubeugen.